Joe Baur

Joe Baur

Joe Baurs Leben besteht aus seinen drei Leidenschaften: Reisen, Schreiben, Fotografieren. Etwas Neues zu entdecken oder auszuprobieren, lässt sein Herz höher schlagen. Joe ist gerade nach Deutschland gezogen, bevor er ein Jahr in Cleveland und davor ein Jahr in Costa Rica gelebt hat. Seine Erfahrungen in Zentralamerika beschreibt er in seinem neuen Buch Talking Tico.

(übersetzt aus dem Englischen)

Joe, wie sieht Deine Morgenroutine aus?

Mein erster Wecker klingelt um 6:42 Uhr. „42“, weil es meine Glückszahl ist und außerdem die Antwort auf das Leben, das Universum, alles (wenn man auf Douglas Adams hört). Direkt nach dem Aufstehen lerne ich eine neue Sprache mit DuoLingo – eigentlich immer dann, wenn ich eine Reise in ein anderes Land geplant habe, dessen Sprache ich noch nicht gut kann (also überall, wo nicht Englisch oder Spanisch gesprochen wird). Ansonsten übe ich Deutsch. Danach ist es Zeit für Kaffee, Frühstück, Sporttasche packen und zur Arbeit aufbrechen. Ich hasse Autos und lange Pendelei, also freue ich mich jeden Morgen darüber, dass ich in 10 Minuten ins Büro laufen kann. Normalerweise begleitet mich meine Frau Melanie, um mit unserem kleinen Hund Spazieren zu gehen. An Tagen, an denen sie nicht mitkommt, höre ich einen Podcast (Deutsche Welle News in langsamem Deutsch oder etwas anderes, das mit Reisen oder Sprachenlernen zu tun hat. Bevor ich Ende Oktober nach Italien gereist bin, war es Coffee Break Italian.) Das Schreiben meiner eigenen Reiseberichte spare ich mir für abends auf.

Wie lange folgst Du Deiner Morgenroutine bereits?

Meine jetzige Routine habe ich, seit ich nach Düsseldorf gezogen bin und angefangen habe, bei trivago zu arbeiten.

Hat sich Deine Morgenroutine in den letzten Jahren verändert?

Ja, sehr. Als ich noch in Cleveland gewohnt habe, habe ich von zuhause aus gearbeitet. Ich bin auch um 6:42 Uhr aufgestanden, aber mein Arbeitstag hat mit dem Öffnen meines Laptops begonnen, was normalerweise in dem Moment geschah, in dem ich das Schlafzimmer verlassen habe. Von da an war es für den Rest des Tages schwierig, mich vom Laptop wieder los zu bekommen.

Wann gehst Du ins Bett?

Normalerweise gegen 22 Uhr.

Tust Du etwas vor dem Schlafengehen, das Dir das Aufwachen erleichtert?

Direkt vor dem Schlafengehen? Normalerweise versuche ich, mich mit meiner Frau bei einem Glas Wein oder Bier zu entspannen – meistens schauen wir ein paar lustige Sachen auf Netflix. Ich habe mir die Regel gesetzt, mein „Arbeitshirn“ für den Rest des Tages auszuschalten, nachdem ich zu Abend gegessen habe, deswegen versuche immer, das Schreiben meiner Reiseberichte zwischen Heimkommen und Abendessen zu erledigen.

Benutzt Du einen Wecker? Falls ja, drückst Du den „Snooze“-Button?

Ja – und manchmal.

Wann nach dem Aufwachen isst Du Frühstück und wie sieht es typischerweise aus?

Ich frühstücke immer, normalerweise Müsli oder Eier mit einer Tasse Kaffee.

Machst Du morgens Sport?

Nein. Ich hasse Training am Morgen. Ich versuche, zum Mittagessen zu trainieren.

Meditierst Du morgens?

Nein, aber vielleicht sollte ich…?

Beantwortest Du Mails und Nachrichten direkt nach dem Aufwachen oder wartest Du damit bis später?

Früher habe ich in Cleveland morgens einige Mails direkt beantwortet – ich glaube, ich mache das immer noch, wenn ich denke, dass es sein muss.

Nutzt Du Apps oder Produkte, um Deinen Schlaf oder Deine Morgenroutine zu verbessern?

Meine Frau nutzt eine „Regen App„, weil wir ohne Geräusche nicht einschlafen können. Für eine bessere Produktivität habe ich keine wirklichen Apps.

Wann checkst Du das erste Mal Dein Handy / Deine E-Mails?

Als erstes morgens, leider…

Folgst Du Deiner Morgenroutine auch am Wochenende oder änderst Du einige Schritte?

Die Routine ändert sich sehr: Seit wir nach Düsseldorf gezogen sind, besuche ich samstags einen Boxkurs um 10:30 Uhr. Den Rest des Tages fahren wir mit dem Zug an einen Ort, an dem wir vorher noch nicht waren. Sonntags verbringe ich den Großteil des Tages damit, meine persönlichen Projekte voranzutreiben oder neue Reisen zu planen.

Wenn Du unterwegs bist: Kannst Du Deine Morgenroutine an Dein jeweiliges Umfeld anpassen?

Die meisten Bestandteile meiner Routine kann ich mitnehmen: Ich versuche, auch an anderen Orten um 6:42 Uhr – oder spätestens um 7:42 Uhr – aufzustehen. Ich mag morgens auch woanders keinen Frühsport und ich versuche auch an anderen Orten, meine Sporteinheit nachmittags einzubauen. Wenn ich weiß, dass ich den Tag über keine Möglichkeit mehr haben werde, Sport zu machen, zwinge ich mich zu einem 10-Minuten-Workout im Hotelzimmer. Dann geht’s weiter mit Kaffee & Frühstück!

Wenn Du Deine Morgenroutine nicht einhältst: Welchen Einfluss hat das auf Deinen Tag?

Wenn ich meine Morgenroutine zuhause nicht einhalte, kann es sein, dass ich mich den Rest des Tages nicht wirklich wohlfühle. Wenn ich die Morgenroutine auslasse, weil ich stattdessen etwas Spannendes mache – Reisen zum Beispiel – dann ist das eben so und es stört mich nicht im Geringsten.

Vielen Dank, Joe!


Möchtest Du mehr von Joe lesen? Regelmäßige Updates gibt es auf seinem Blog joebaur.com!

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