Verena Netscher

Verena von morgenroutinen.de

Guten Morgen und Hallo! Als bekennende und leidenschaftliche Selbstoptimiererin und Gründerin dieser Seite morgenroutinen.de mache ich den ersten Schritt und teile meine eigene Morgenroutine mit euch. Ich bin Verena, 31 Jahre jung, angestellt in einem Job als Beraterin, häufig in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs und arbeite nebenher an meinen „ortsunabhängigen“ Online-Projekten wie diesem. Ich reise leidenschaftlich gern! Letztes Jahr bin ich während eines Sabbaticals vier Monate alleine durch Asien getourt und habe gemerkt, wie wichtig es ist, eine funktionierende Morgenroutine zu haben, wenn man temporär kein Zuhause hat und alle drei Tage an einem anderen Ort aufwacht. Seitdem feile und verbessere ich regelmäßig an meiner eigenen Routine. Ich habe zunächst mir selbst ein paar Fragen gestellt, bevor in den nächsten Beiträgen andere „Morgenroutiniers“ zu Wort kommen dürfen.

Wie sieht Deine Morgenroutine aus?

So ist es realistisch: Unter der Woche wache ich zwischen 7 und 8 Uhr mit meinem Lichtwecker auf. Dieser imitiert den Sonnenaufgang, bis es fast taghell im ansonsten dunklen Schlafzimmer ist. Wenn ich wichtige Termine habe, stelle ich zusätzlich meinen Handywecker (das lässt mich ruhiger schlafen!) – ansonsten ist das Handy im Schlafzimmer tabu. Wenn mein Freund bei mir ist, schleiche ich mich meist vor Erreichen der hellsten Stufe des Lichtweckers unbemerkt aus dem Schlafzimmer. Er ist meist nach mir im Bett und steht auch später auf, das Licht stört ihn nicht, so lange er weiß, dass er zu seiner Zeit von seinem eigenen Wecker geweckt wird.
Ich koche als erstes Wasser und gieße mir damit einen grünen Tee auf, bevor ich unter die Dusche hüpfe. (Der Tee kühlt ab, während ich dusche). Dann passiert alles gleichzeitig: Anziehen, Tee trinken, Haare fönen, Zähne putzen, Tasche und Schuhe suchen, Stylen, Noise Cancelling-Kopfhörer aufsetzen (damit ich noch ein bisschen länger in meiner eigenen kleinen Welt bleiben kann) und Loslaufen ins 15 Gehminuten entfernte Büro. Unterwegs dorthin oder in der Bürokantine hole ich mir ein kleines Frühstück, das ich meist am Arbeitsplatz während der ersten Telefonkonferenz esse.

So ist es perfekt: Unter der Woche wache ich zwischen 5 und 6 Uhr mit meinem Lichtwecker auf, weil ich am Abend vorher früh und entspannt ins Bett gekommen bin. Während der Tee auskühlt, mache ich einige Yoga- und Dehnübungen auf der Yogamatte, gehe Duschen, mache mich in Ruhe fertig, bereite mir ein kleines Frühstück zu (z.B. Hafer mit Kokosmilch und Obst, zwei Rühreier, eine Schüssel Reis mit Kürbis und Ei oder ein AOK-Saft mit ein bisschen Ingwer – AOK steht für Apfel-Orange-Karotte). Ich nutze die gewonnene Zeit, um mich vor dem Bürotag 1-2 Stunden an meinen Schreibtisch zu setzen. Hier steht schon meine Lichtdusche und bringt mich gut in den Tag, während ich mich ungestört und maximal fokussiert um meine Online-Projekte oder meine Japanisch-Vokabeln kümmern kann. Um viertel vor 9 starte ich entspannt in den Bürotag.

Wie lange folgst Du Deiner Morgenroutine bereits?

Die „realistische“ Morgenroutine habe ich, seit ich den Lichtwecker zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Die „perfekte“ Morgenroutine versuche ich immer öfters zu machen. Ich habe das Gefühl, dass ich gleichzeitig morgens super arbeiten kann, aber auch der totale Nachtmensch bin, daher fällt mir das frühe Zubettgehen häufig schwer.

Hat sich Deine Morgenroutine in den letzten Jahren verändert?

Definitiv. Früher hatte ich chronisch zu wenig Schlaf, war gestresster von meinem Job und habe weniger auf mich selbst geachtet – da war das morgendliche Aufstehen streng durchgetaktet und ich habe meine Schlafzeit bis auf die letzte Minute ausgereizt. Dementsprechend gestresst war ich morgens. Auch an den „realistischen“ Tagen bin ich inzwischen wesentlich entspannter als früher, weil ich weiß, wie wichtig ein guter Start in den Tag ist.

Wann gehst Du ins Bett?

Ich versuche, vor Mitternacht schlafen zu gehen. An sehr guten Tagen liege ich um 22 Uhr im Bett – an anderen Tagen wird es auch mal halb 2 Uhr.

Tust Du etwas vor dem Schlafengehen, das Dir das Aufwachen erleichtert?

Ich fülle frisches Wasser in den Wasserkocher und stelle meinen Tee und den Teetimer bereit, damit ich morgens nicht erst spülen muss, bevor ich mein Aufwachgetränk bekomme.
Außerdem habe ich eine Station für meine mobilen Geräte (Handy, Arbeitshandy, etc.) in meinem Flur, die ich nicht mehr missen möchte. Die Abwesenheit von elektronischen Geräten im Schlafzimmer sorgt bei mir ebenfalls für ein besseres Aufwachen.

Benutzt Du einen Wecker? Falls ja, drückst Du den „Snooze“-Button?

Ja, meinen Lichtwecker – und Ja, ich liebe den Snooze-Knopf, benötige ihn aber beim Lichtwecker seltener als bei einem normalen Wecker.

Wann nach dem Aufwachen isst Du Frühstück und wie sieht es typischerweise aus?

Entweder im Büro – dann hole ich mir unterwegs einen Obstsalat oder ein Brötchen mit Ei. Wenn ich genug Zeit und die entsprechenden Zutaten habe, esse ich zuhause ein Frühstück, dessen Rezept ich von meiner Reise nach Asien mitgebracht habe – am liebsten Hafer mit frischem Obst und Kokosmilch (Philippinen) oder eine Schüssel Reis mit Norialgen, Kürbis und einem weichen Ei (Japan).

Machst Du morgens Sport?

Nur ein bisschen Yoga und ab und zu Frühschwimmen – das ist die einzige Ausdauersportart, die mich morgens fitter statt müder macht.

Meditierst Du morgens?

Selten und nur dann, wenn ich wach genug bin, damit ich nicht wieder einschlafe. Ich meditiere lieber abends.

Beantwortest Du Mails und Nachrichten direkt nach dem Aufwachen oder wartest Du damit bis später?

Es kommt darauf an. Einen kurzen Blick aufs Handy werfe ich schon, wenn ich alleine aufwache. Ich beantworte Nachrichten aber erst später am Tag, wenn nichts wirklich Wichtiges dabei ist. An Tagen, an denen ich früh aufstehe und auf keine Nachricht „warte“, kann das Handy auch ruhig ein, zwei, drei Stündchen an der Handystation unbeachtet liegen bleiben.

Nutzt Du Apps oder Produkte, um Deinen Schlaf oder Deine Morgenroutine zu verbessern?

Ich nutze manchmal die kostenlose App „5 Minuten Entspannung“ zum Einschlafen – hier wird ein fünfminütiger Bodycheck gemacht, meistens schlafe ich schon vorher ein. Morgens nutze ich gerne „Yoga Studio“, meine absolute Lieblings-App.

Wann checkst Du das erste Mal Dein Handy / Deine E-Mails?

Entweder direkt nach dem Aufwachen (an vielen Tagen) oder irgendwann nach dem Yoga oder den ersten Arbeitsstunden am Schreibtisch (an den perfekten Tagen).

Folgst Du Deiner Morgenroutine auch am Wochenende oder änderst Du einige Schritte?

Ich versuche, auch am Wochenende nicht zu spät ins Bett zu gehen / zu spät aufzustehen. An einem von zwei Tagen pro Wochenende nehme ich mir vor, an meinen Projekten zu arbeiten, da stelle ich mir meinen (Licht-)wecker. An dem anderen Tag erlaube ich mir, so lange zu schlafen, wie mein Körper möchte.

Wenn Du unterwegs bist: Kannst Du Deine Morgenroutine an Dein jeweiliges Umfeld anpassen?

Meine Morgenroutine ist definitiv anders, wenn ich unterwegs bin. Wenn ich privat übernachte, kann ich ganz entspannt mit der Sonne aufwachen und bin durch die fremde Umgebung auch nicht dazu verleitet, zu lange im Bett liegen zu bleiben. Wenn ich geschäftlich unterwegs bin, versuche ich, den Tag je nach Umgebung schön zu starten: Mit einem Morgenspaziergang oder -lauf in fremder Umgebung, einem ausgiebigen Hotelfrühstück oder ein bisschen Yoga im Hotelzimmer. (Ich habe eine Reise-Yogamatte, großartige Erfindung!)

Wenn Du Deine Morgenroutine nicht einhältst: Welchen Einfluss hat das auf Deinen Tag?

Ich bin seit meiner längeren Soloreise nicht mehr so streng zu mir selbst. Wenn man ein halbes Jahr viel Zeit mit sich selbst verbringt, hört man auf, sich zu sehr zu stressen – genau so halte ich es auch mit meiner Morgenroutine. Da ich die „perfekten“ Starts in den Tag und den Flow, in den ich dann komme, aber sehr genieße, ist das die größte Motivation, die Routine auch möglichst oft wie geplant so zu leben.


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