Niklas Henckell

Niklas Henckell

Niklas jodelt gern – und das auch erfolgreich: Er ist Head of Community bei Jodel, dem internationalen App-Phänomen, das anonym Text- und Bildbeiträge aus der Umgebung des Nutzers (Jodlers) anzeigt. Niklas lebt in Berlin, sein liebstes Urlaubsland ist die Meta-Ebene – und genauso tiefgründig wie er selbst ist auch seine Morgenroutine.

Niklas, wie sieht Deine Morgenroutine aus?

Ich wache zwischen 7 Uhr und 7:30 Uhr mit meinem Wecker Sleep as Android auf, der beim Aufwachen versucht, die Tiefschlafphasen zu umgehen.
Danach dusche ich kalt – das ist der beste Start in den Morgen. Man ist sofort wach und bei 115%, außerdem ist es gut für die Gesundheit, die Haare, die Haut, den Kreislauf, die Muskeln und sicher noch mehr. Ich habe damit angefangen, weil ich zufällig erst in einem Buch, dann im Internet, dann auf Jodel und dann noch in einem Podcast davon gehört habe. Wenn das Universum mit dem Zaunpfahl winkt… ich habe mir dann vorgenommen, es eine Woche zu machen und nicht mehr damit aufgehört.
Im Anschluss meditiere ich für 20 Minuten – das ist mir konstant von allen Blogs, Vlogs, Büchern und Podcasts zur Persönlichkeitsentwicklung angepriesen worden. Ich habe es einfach ausprobiert und es ist mit das Beste, was ich je getan habe. Meditation hilft einem dabei, sich selbst besser kennen zu lernen und sich, seine Gedanken und auch die Welt bewusster wahrzunehmen. Man übernimmt die Kontrolle über die Gedanken, die sonst recht unkontrolliert herumirren. Man beginnt, das Gehirn als einen von der eigenen Intention geleiteten Computer zu verstehen und kann dann auch sehr bewusst in negative Spiralen etc. eingreifen. Wissenschaftlich sind die enormen Nutzen von Meditation ja schon lange bewiesen und man kann es wohl mit einem Fitnessstudio fürs Gehirn vergleichen. Ich mache das nun schon seit etwas mehr als einem Jahr und stehe natürlich noch sehr am Anfang, aber schon nach so 2-3 Monaten kann man erste Früchte ernten.
Weiter geht’s mit meinem Tagebuch: Kurz ein wenig Kreatives schreiben – nichts großes, einfach kurz festhalten, was am Tag so ansteht und dann drei Dinge festhalten, die ich heute erledigt bekommen möchte auf der Arbeit.
Und dann: Mache ich mein Bett! Egal wie ordentlich dein Zimmer ist, ein unordentliches Bett und es sieht immer kacke aus. Außerdem ist es manchmal in all dem Chaos des Lebens schön, zu wissen, dass man wenigstens diesen kleinen Bereich seines Lebens voll unter Kontrolle hat. 😉
Danach gibt es Frühstück, meistens Fruchtmüsli mit Joghurt.

Wie lange folgst Du Deiner Morgenroutine bereits?

Dieser Routine folge ich seit ca. einem Jahr mit den groben Dingen wie Tagebuch und Meditieren. Der Rest ist eher darum herum gebaut und es kommt immer mal etwas neues dazu oder etwas anderes fällt weg.

Hat sich Deine Morgenroutine in den letzten Jahren verändert?

Sehr. Nur Meditation und Schreiben (allerdings in sich sehr verändernder Form) bleibt als Gerüst, der Rest wird einfach ausprobiert. Was mir nach 1-2 Monaten einen Mehrwert bringt, wird behalten und nur noch je nach Bedarf angepasst. Was bei mir nicht wirklich funktioniert, fällt weg.

Wann gehst Du ins Bett?

Ich versuche immer, so gegen 23-23:30 Uhr ins Bett zu gehen. Allerdings kommt da auch häufig mal was dazwischen. 😀

Tust Du etwas vor dem Schlafengehen, das Dir das Aufwachen erleichtert?

Ich nehme mir immer vor, beim Aufwachen nur maximal einmal auf Snooze zu drücken. Das ist eine eiserne Regel und funktioniert auch meistens sehr gut.

Benutzt Du einen Wecker? Falls ja, drückst Du den „Snooze“-Button?

Ja, ich snooze meistens einmal und danach nicht mehr, da es nicht wirklich viel bringt, zehn Mal für fünf Minuten zu schlafen.

Wann nach dem Aufwachen isst Du Frühstück und wie sieht es typischerweise aus?

Ich esse Frühstück meistens 1 – 1,5 Stunden nach dem ersten Wecker – auch je nachdem, wie eilig ich es habe.

Machst Du morgens Sport?

Leider nein – das wird aber vielleicht bald mal in meine Routine integriert.

Meditierst Du morgens?

Ja, 20 Minuten, und es ist mit das Beste, was ich je ausprobiert hab.

Beantwortest Du Mails und Nachrichten direkt nach dem Aufwachen oder wartest Du damit bis später?

Mal so, mal so. Auch, wenn ich natürlich auch weiß, dass man sowas nicht als erstes machen sollte, ist das leider häufig einfach nicht anders möglich. Meine Mails checke ich meistens nur kurz (einmal reingucken) und was nicht ganz dringend ist, beantworte ich dann abends. Allerdings sind wir bei Slack und da kann man sich schlecht entziehen, was ein großer Segen, aber auch manchmal ein echter Fluch ist.

Nutzt Du Apps oder Produkte, um Deinen Schlaf oder Deine Morgenroutine zu verbessern?

Ich habe ein Drive Sheet, in dem ich ein paar Dinge verfolge und einen Drive Ordner, in dem ich meine kreativen Tagebuchsachen drin habe. Ansonsten nutze ich Insight Timer (iOS / Android) fürs Meditieren, Sleep as Android als Wecker und ein Meditationskissen von Lotuscrafts (geiles Geschenk von meinen Brudis, danke nochmal dafür an dieser Stelle!).

Wann checkst Du das erste Mal Dein Handy / Deine E-Mails?

Nachdem ich Tagebuch, Duschen und Meditation abgeschlossen habe.

Folgst Du Deiner Morgenroutine auch am Wochenende oder änderst Du einige Schritte?

Schwieriges Thema. Das meiste klappt noch so oder wird dann zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt, aber da habe ich noch nicht rausgefunden, wie ich feiern und reisen mit einer strikten Routine vereinen kann.

Wenn Du unterwegs bist: Kannst Du Deine Morgenroutine an Dein jeweiliges Umfeld anpassen?

Ja, das klappt ganz gut.

Wenn Du Deine Morgenroutine nicht einhältst: Welchen Einfluss hat das auf Deinen Tag?

Es wird dann meistens ein wenig ungeordneter und unbewusster. Ich habe das Gefühl, irgendwie falsch gestartet zu sein und dass mir etwas fehlt. Ich muss sagen, dass mich das tatsächlich stört. Es muss nicht jeden Tag die komplette Routine sein, aber wenigstens Meditation, Duschen und ein wenig Schreiben müssen sein.

Vielen Dank, Niklas!


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